Herz-Jesu-Wallfahrt Hall in Tirol
Wallfahrt Hall Tirol

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DIE WALLFAHRT DES JAHRES 2016
IM RÜCKBLICK

Herz-Jesu Wallfahrt Hall in Tirol
IN DER LIEBE DES HEILIGSTEN HERZENS JESU VERSAMMELT

Ein Bericht über die Herz-Jesu-Wallfahrt nach Hall
Zum 16. Mal haben sich Pilger aus Niederösterreich, Wien, Burgenland, Oberösterreich und Kärnten vom 26.-28. August im Herz-Jesu-Heiligtum in Hall in Tirol versammelt, um Gottes Erbarmen zu erbitten, Sühne für unsere Sünden zu leisten und für Volk und Land zu beten. Zum dritten Mal pilgerte auch eine Gruppe aus Kroatien nach Tirol, und zum ersten Mal waren Pilger aus Slowenien dabei. Vieles war neu und einzigartig: Der Hauptzelebrant bei der Festmesse in Hall hat die ganze Wallfahrt mitgemacht, von der ersten „Station“ in der wunderschönen Basilika Maria Plain in Salzburg am Freitag, bis zur letzten hl. Messe in Grossgmain bei Salzburg am Sonntag; Pilger aus drei Völkern haben eine wunderbare Gemeinschaft und Einigkeit erlebt; die Lesungen und Fürbitten bei den hl. Messen wurden dreisprachig vorgetragen; das schöne und mediterranisch heisse Wetter hat alle drei Tage angehalten. Neuartig waren aber auch so manche Schwierigkeiten: Der „Töpfermarkt“ hat zur selben Zeit am Stiftsplatz stattgefunden; das schöne alte Herz-Jesu-Bild konnte nicht in der Prozession mitgenommen werden; es gab auch viele Abmeldungen, besonders in der Kroatischen Gruppe. Aber unser Wunsch, auf die Liebe des Herzens Jesu zu antworten, war stärker als alle Hindernisse.

Am Freitag Mittag sind etwa 120 Pilger nach Maria Plain gezogen, singend und mit der Bitte, dass Maria lenke der Wanderer Pfade und segne sie mild. P. Ildefons Fux OSB hat uns Maria als Vorbild des festen Glaubens, als die erste unter den Geisterfüllten und als die Erleuchtete dargestellt, die weiß, was Jesus erreichen will. Und Jesus sagt: Ich will, dass ihr glaubt! (Joh 11,15). Maria, die ein Herz und eine Seele mit ihrem Sohn ist, spricht auch heute zu uns: „Glaubt an Seine Gegenwart im Sakrament, an Seine Allmacht, an Seine Güte, an die Zukunft der Kirche!“ Mit der grossartigen Aussicht auf die Stadt Salzburg und mit den Alpen im Hintergrund haben wir unseren Mittagsimbiss eingenommen, und nach interessanter Fahrt durch das Salzburger und Tiroler Bergland sind wir um 17 Uhr in Hall eingelangt. Mit Fahnen in den Händen, die die zwölf Verheißungen des Herzens Jesu an die hl. Maria Magdalena Alacoque darstellen, und mit dem Lied „Jesu Herz, Dich preist mein Glaube“, sind wir in die wunderschöne Basilika eingetreten. Unsere Augen haben sich gleich zu Jesus erhoben, der uns mit weit ausgebreiteten Armen erwartet hat: „Kommt zu mir...!“

Nach der Vesper bezogen wir unsere Quartiere. Den kürzesten Weg hatten die Kroaten: Nur ein Paar Schritte bis zur Volksschule, wo etwa 30 Pilger in Schlafsäcken im Turnsaal schlafen sollten. Nicht wenige haben gesagt, sie hätten noch nie die Nacht so verbracht, aber alle waren bereit, auf Bequemlichkeit zu verzichten, um überhaupt an der Wallfahrt teilnehmen zu können.

Um 20.15 Uhr gab es dann in der Jesuitenkirche die Kreuzwegandacht; die Beichtgelegenheit haben viele genützt. Auch am Samstag Morgen waren mehrere Priester schon um 8 Uhr in der Kirche bereit, das Sakrament der Versöhnung zu spenden.

Die Statio beim Magdalenendenkmal um 10 Uhr war verbunden mit der Begrüßung des Zelebranten und Predigers Univ.Prof. Dr. Anton Štrukelj aus Slowenien. Vor der Basilika haben ihm zwei Kroatische Mädchen in ihren Natio-naltrachten einen Blumenstrauss überreicht, dann folgte der festlichen Einzug in die Basilika. Chor und Orchester der Servitenkirche aus Innsbruck, geleitet von Hubert Tonauer, haben die Missa brevis in C ( „Spatzenmesse“ ) von Wolfgang Amadeus Mozart so wunderbar dargeboten, dass wir meinten, schon im Himmel zu sein. Prof. Štrukelj hat in seiner Predigt den Psalm 23 ausgelegt und uns angespornt, immer großes Vertrauen zu Gott zu haben, der unser Hirte ist und uns den richtigen Weg zeigt, der uns persönlich kennt und für uns sorgt. Dieser Gedanke sollte uns ganz durchdringen. Wie viel Trost, Hoffnung und Freude wird uns das Wort geben: Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn Du bist bei mir! Dieser so schöne Gottesdienst wurde von „Radio Maria“ übertragen.

Nach dem Rosenkranzgebet am Nachmittag formierte sich die Prozession. Singend und betend durchquerten wir die Altstadt, um dem Herzen Jesu das Ehrengeleit zu geben. Manche Passanten hatten Tränen in ihren Augen. Was Du gelehret, glaube ich, und auf Dein Wort ich baue; treu will ich halten Dein Gebot, auf Dich ich stets vertraue. Christus, mein König, Dir allein schwör ich die Liebe, stark und rein, bis in den Tod die Treue! Ungeachtet des Gedränges auf dem Stiftsplatz, haben wir ganz gesammelt das Sühnegebet gesprochen, um dem Heiligsten Herzen Abbitte zu leisten für unsere Sünden, für das Zurückbleiben in der Liebe und für alle Nachlässigkeiten in seinem Dienst. Maria haben wir gebeten, uns zu helfen, Gottes Gebote zu erfüllen, Treue mit Treue, Liebe mit Liebe zu vergelten. Von ganzem Herzen haben wir gesungen: Auf zum Schwure, Volk und Land, heb zum Himmel Herz und Hand!...Fest und stark zu unsrem Gott stehen wir trotz Hohn und Spott, fest am Glauben halten wir, unsres Volkes schönste Zier. Abends, in der geistlichen Konferenz, hat P. Josef Haspel OSB über das Herz Jesu, im Schoß der Jungfrau Maria vom Heiligen Geist gebildet gesprochen und dabei diese Anrufung der Herz-Jesu- Litanei mit dem Jahr der Barm-herzigkeit verbunden. Er erklärte uns, warum der Beginn des Jubiläumsjahres auf das Fest der Unbefleckten Empfängnis festgelegt worden war. Gott hat das Werk unserer Erlösung damit begonnen, dass er Maria vor jedem Makel der Erbsünde bewahrte. Auf die Schwere der Sünde antwortet Gott mit der Fülle der Vergebung. Papst Franziskus hat die Heilige Pforte geöffnet; und wir sollten diese Heilige Pforte durchschreiten mit Maria der Unbefleckten und uns im Schoss der Jungfrau bilden lassen, bis wir das Vollalter Christi erreicht hätten.

Nach dem Completorium waren unsere Herzen so erfüllt, dass wir nicht gleich schlafen gehen konnten. Der Abend war so warm und gemütlich, dass die Pilger viele Eindrücke noch in einem Spaziergang und in gemeinsamem Gespräch austauschen wollten. So hat sich eine Gruppe auf der Terasse des Gartenhotels gesammelt, sichtbar begeistert von dem ganzen Programm und dem reichen geistlichen Inhalt. Die Organisatoren haben dankbar über viele Beichten berichtet. Unsere Geistliche Leiter waren erschöpft, aber froh!

Am Sonntag haben wir noch zusammen die hl. Messe in Grossgmain gefeiert. P. Bernhard Hauser OSB spornte uns an, nach der Wallfahrt die Schätze, die wir erhalten haben, mit anderen zu teilen, wie Maria es getan hat, als sie nach dem Besuch des Engels gleich zu Elisabeth eilte.

Die Kroatisch-Slowenische Gruppe hat sich dann von den Pilgern aus Österreich verabschiedet und ist nach Salzburg gefahren, um die Mozart-Stadt unter der Führung von Prof. Štrukelj zu besichtigen. Am Ende dieser drei Wallfahrtstagen haben viele gesagt: „Wir kommen auch nächstes Jahr!“ So sei es, mit Gottes Hilfe!

Iva Pavkovic, Dugo Selo, Kroatien
Wallfahrtskomitee Hall in Tirol
P.Dr. Ildefons Fux OSB
Maria Roggendorf 27
2041 Wullersdorf
Tel. 02953 / 2589